Wein und Kultur im ältesten Weinort Deutschlands

Ladesule fr Elektroautos in Neumagen-Dhron in Betrieb genommen


Kooperation der Ortsgemeinde mit innogy

Neumagen-Dhron, 5. Juni 2019

 

Die Ortsgemeinde Neumagen-Dhron geht beim Ausbau der Elektromobilität voran und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Daher ist eine öffentliche Ladestation für Autostrom von innogy am neu errichteten Parkplatz hinter der Tourist-Information in der Römerstraße in Kooperation mit der Ortsgemeinde aufgestellt worden. Die Infrastruktur steht ab sofort für alle Nutzer von Elektroautos zur Verfügung. Zur Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur kam Ortsbürgermeister Michael Thomas gemeinsam mit dem hauptamtlichen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues Leo Wächter und Vertretern von innogy zusammen.

 

„Als Gemeinde nehmen wir unseren Auftrag ernst, eine Vorbildfunktion beim Ausbau der Zukunftstechnik Elektromobilität auszuüben. Wir freuen uns, dass wir in Neumagen-Dhron mit diesem Angebot einen Anreiz für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge geben können. Wir leisten damit einen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur für Autostrom und zum Tourismus in der Region“, erklärte Ortsbürgermeister Thomas. Leo Wächter von der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ergänzte: „Die neue Ladesäule von innogy ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Ausbau der Elektromobilität. Wir wollen allen Autofahrern den Umstieg auf die schadstoffarme und CO2-freie Elektromobilität leicht machen.“

 

Gemeinsam betankte die Gruppe anschließend ein Elektrofahrzeug aus der umweltfreundlichen Flotte von innogy. Marco Felten, Kommunalbetreuer bei innogy am Standort Trier, erläuterte:„Elektroautos laden an innogy Ladesäulen 100 Prozent Ökostrom und sind für alle Nutzer rund um die Uhr zugänglich. Bis Ende des Jahres wollen wir in der Region Trier zu den bereits 23 in Betrieb befindlichen Ladesäulen in Kooperation mit unseren Partnerkommunen weitere 50 Ladesäulen in die öffentliche Nutzung bringen.“

 

Die Ladesäulen von innogy haben jeweils zwei 22-kW-Ladepunkte, die das gleichzeitige Aufladen von bis zu zwei Elektrofahrzeugen möglich machen. Abgerechnet wird entweder über einen Autostromvertrag oder per Paypal bzw. Kreditkarte. innogy übernimmt bei allen Ladesäulen die Installation, Wartung und den Betrieb der Technik. Ebenso kümmert sich das Unternehmen um die Bereiche Abrechnung, die Endkundenhotline  und um die Strombeschaffung aus regenerativen Energiequellen.

 

innogy hat als Deutschlands führender Ladenetzbetreiber Fördermittel des Bundes für den Aufbau von neuen Ladesäulen erhalten. Die Förderung stammt aus dem „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Ladesäulen lassen sich allerdings nicht alleine durch das Förderprogramm des Bundes sowie Investitionen von innogy aufstellen. Deswegen sind bei verschiedenen Standorten zusätzlich die Kommunen oder Werbepartner beteiligt. Über das Programm PauLe (Parken und Laden elektrisch) von innogy haben Unternehmen die Möglichkeit, die Aufstellung von Ladesäulen finanziell zu unterstützen und so die Elektromobilität in ihrer Heimat voranzutreiben.

 

Bei Rückfragen

Ansprechpartner für die Medien:

David Kryszons

T +49 651 812-2299

M +49 152 5470-57 17

E david.kryszons@westnetz.de

 

 

Über die innogy SE

Die innogy SE ist ein führendes deutsches Energieunternehmen mit einem Umsatz von rund 43 Milliarden Euro (2017), mehr als 42.000 Mitarbeitern und Aktivitäten in 15 europäischen Ländern. Mit ihren drei Unternehmensbereichen Erneuerbare Energien, Netz & Infrastruktur und Vertrieb adressiert innogy die Anforderungen einer modernen dekarbonisierten, dezentralen und digitalen Energiewelt. Im Zentrum der Aktivitäten von innogy stehen unsere rund 22 Millionen Kunden. Diesen wollen wir innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten, mit denen sie Energie effizienter nutzen und ihre Lebensqualität steigern können.

Weitere Informationen unter www.innogy.com

Ein Hauch von Huckleberry Finn


Beim Dampfboot-Treffen auf der Mosel bei Neumagen-Dhron herrschte eine wunderbare Retro-Atmosphäre
Von Jürgen Braun

NEUMAGEN-DHRON Wer auch immer früher dank der Geschichten von Mark Twain  die Abenteuer von Huckleberry Finn und Tom Sawyer an den Ufern des Mississippi verschlungen hat, der dürfte am Christi-Himmelfahrts-Tag in Neumagen-Dhron ein Revival erlebt haben. Das Jahrestreffen des Deutschen Dampfboot-Vereins war Nostalgie pur.

Rund um den Yachthafen In Neumagen-Dhron konnte beim jährlichen Meeting der Enthusiasten dieser frühen Form der Schipperei im wahrsten Sinne des Wortes richtig „Dampf ablassen.“ Zwar nicht mit großen Mississippi-Raddampfern wie Mitte des 19 Jahrhunderts. Dafür aber mit liebevoll restaurierten Repliken.

Info

Die Technik der Dampfboote

Die Dampfboote sind zum Teil historische Originale aus der Jahrhundertwende, andere wiederum in aufwendiger Kleinarbeit dem Original nachempfundene Replikate. Sie sind zwischen fünf und zwölf Meter lang und werden von Dampfmaschinen mit einer Leistung zwischen zwei und zehn PS angetrieben. Der Dampf wird bei zehn bar Überdruck in einem Kessel erzeugt. In allen Booten wird die Dampfanlage über Kondensation betrieben.

An der Mittelmosel fanden die pittoresken Boote, die dank  des ausgestoßenen Dampfes aus den Schornsteinen wie auch akustisch durch ihr lang gezogenes Pfeifen auffallen, begeisterten Zuspruch.  

Viele Ausflügler, die per Rad unterwegs waren oder sich über das verlängerte Wochenende einquartiert hatten, staunten nicht schlecht. Gegen ein kleines Entgelt durfte man auch die „Planken entern“ und mit dem Skipper eine Runde drehen.

Die stolzen Kapitäne der Binnenschifffahrt erläuterten auch gerne die alte, immer noch funktionierende Technik. „Ich war im Berufsleben Maschinenbau-Ingenieur. Als der Ruhestand drohte, habe ich mir ein Hobby gesucht, das mich ausfüllte und es hier gefunden.“, erklärte der Eigner der „Theansa“, dessen Boot in Kassel liegt. 

Neben technischem Verstand sollte man als Freund der Dampfboot-Nostalgie eines mitbringen: Keine Hektik, sondern Ruhe und Gelassenheit. „Bevor wir loslegen, müssen wir erst anheizen. Das geht mal schnell, mal dauert es länger.“ Das schippern mit dem Dampfboot sei  „Entschleunigung pur“.

„Luftverpester“ oder Umweltsünder sei man auch nicht: „Da lassen wir uns nicht an den Karren fahren“, sagt der langjährige Ingenieur. „Mein Boot wurde 1983 auf der Insel Reichenau gebaut, 1989 nach Deutschland überführt. Wir fahren mit Holzfeuerung, haben nachträglich einen Ölabscheider eingebaut.“ Bei einem Tiefgang von 0,5 Meter erreiche man so immerhin eine „Höchstgeschwindigkeit“ von vier Knoten, was etwa 7,4 Kilometern pro Stunde entspricht. „Aber darauf kommt es wirklich nicht an.“

Etwa 15 Boote mit Namen wie „Asphodele“, “Kaiserin Zita“ oder „Lilu“  hatten in dem kleinen Mittelmosel-Ort angelegt und die Zuschauer angelockt.  Der Deutsche Dampfbootverein trägt sein Jahrestreffen immer im jährlichen Turnus an einem anderen Ort aus. In Neumagen-Dhron war man in diesem Jahr gern gesehener Gast. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

Tourismus : Mit dem Smartphone Geschichte erleben


Im  ältesten Weinort Deutschlands wartet ab sofort ein außergewöhnliches Hör­erlebnis auf die Besucher: Entlang des archäologischen Rundwegs  auf dem Gelände des spätantiken römischen Kastells  werden spannende Geschichten und Anekdoten lebendig.

Die neue Attraktion ist die „Lauschtour-App“, ein Audioguide, der zu einer Entdeckungstour durch Neumagen-Dhron einlädt. An insgesamt elf Stationen wird römische Geschichte lebendig. Die neue Lauschtour führt auf einer Strecke von rund  800 Metern  vorbei an historischen Plätzen sowie spektakulären Funden und liefert passend dazu spannende Informationen. Claus Dürrmann von der Wein-und Ferienregion Bernkastel-Kues GmbH sieht in der Tour die Möglichkeiten die römische Geschichte erlebbar zu machen „Auf dieser besonderen Führung erlebt man den Ort mit allen Sinnen, nicht nur die Augen liefern Bilder, sondern auch die Ohren. Unterstützt durch Geräusche und interessante O-Töne wird die Fantasie des Hörers angeregt und er erlebt die Geschichte hautnah.“ Da die Lauschtour jederzeit verfügbar ist können Gäste  Neumagen-Dhron auf eigene Faust entdecken. Es gibt sie auch in Englisch und Niederländisch. Start der rund 45 minütigen Tour ist an der Touristinformation. Offiziell eröffnet wird die neue Lauschtour am Sonntag, 28. April, durch Ortsbürgermeister Michael Thomas im Rahmen des Programms zum „Tag des römischen Denkmals“  um 16 Uhr  an der Tourist!information. An diesem Tag werden außerdem eine Kulturfahrt mit dem Weinschiff Stella Noviomagi und die Gästeführung „Auf den Spuren der Römer“ angeboten. (Quelle:Trierischer Volksfreund)

Vortrag Rmische Grabdenkmler aus Neumagen digital vernetzt


Weiterhin… „Steine“ gesucht!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am vergangenen Sonntag wurde im Rahmen des Programm zum „Tag des römischen Denkmals“ vom Projektteam der Goethe Universität Frankfurt ein interessanter Vortrag gehalten. Thema „Römische Grabdenkmäler aus Neumagen – digital vernetzt“ Dieser, vielmehr die zugehörige Präsentation, kann hier im PDF gerne runtergeladen werden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal an den Aufruf vor 2 Jahren erinnern:

Das Landesmuseum ist an mich herangetreten und hat mich gebeten nach „verschollenen“ römischen Werksteinen und Reliefsteinen „Ausschau“ zu halten. Mehrfach wurde betont und versichert, dass es darum ginge die Fundstücke zu lokalisieren und zu katalogisieren. Auszug aus dem hierzu stattgefunden Schriftverkehr: „…Es wäre schön, wenn wir im Rahmen unseres großen Forschungsprojektes über die römischen Grabdenkmäler auch diese Stücke wissenschaftlich erfassen könnten. Die Steine bleiben selbstverständlich vor Ort bei ihren Besitzern. Vielleicht gibt es auch noch weitere Objekte in Neumagen, von denen wir noch keine Kenntnis haben?... Das Landesmuseum (wird) die Besitzrechte nicht antasten …“. Weiterhin hat das Landesamt zugesichert, dass Eigentumsverhältnisse und Standort vertraulich behandelt werden.

Einige sind dem damaligen Aufruf gefolgt und konnten den Forschern weitere Erkenntnisse bringen. Alle Fundstücke sind bei ihren Eigentümern geblieben.

Hinweise können gerne bei der Touristinformation unter der Nummer 06507-6555 oder per Mail an Michael.Thomas@Neumagen-Dhron.de abgegeben werden.

Für Ihre Mithilfe vielen Dank im Voraus.

Ihr Michael Thomas

Ortsbürgermeister

Neumagen-Dhron

Millimeter fr Millimeter in die Mosel


Neumagen-Dhron. Das Neumagener Weinschiff ist wieder im Wasser. Bevor an Ostern die Saison  so richtig startet, wartet noch eine tonnenschwere Arbeit auf die Mitglieder des Fördervereins. Von Petra Willems

Gisela Stratmann ist begeistert. „Mensch, das ist ja Wahnsinn“, sagt die Radfahrerin aus Warstein (Nordrhein-Westfalen), die gemeinsam mit ihrem Mann Werner an der Mosel Urlaub macht. Zufällig ist das Paar aus Bernkastel-Kues kommend auf dem Radweg an der Halle vorbeigefahren, in der die Stella Noviomagi, der Nachbau des berühmten Neumagener Weinschiffs, im Winter lagert. Und just als die Stratmanns am Montag an dieser Halle vorbeifuhren, wurde das Holzschiff aus der Halle gezogen, um kurze Zeit später ins Wasser gelassen zu werden. „Ich habe immer nach rechts auf die Mosel geschaut in der Hoffnung, das Weinschiff zu sehen. Und da steht es auf einmal auf der linken Seite“, sagt sie. Spontan hat das Paar dann angehalten und sich das Zu-Wasser-Lassen des etwa 18 Meter langen Holzbaus angeschaut.

 

Über den Winter wird die Holzkonstruktion Jahr für Jahr fit für den Sommer gemacht. „Bis jetzt sind seit Januar knapp 300 Stunden an Arbeit zusammengekommen“, erklärt Willi Herres vom Förderverein Neumagener Weinschiff. Die Mitglieder des Vereins haben das Schiff komplett abgeschliffen, neu lackiert, einige Holzteile ausgetauscht, den Rumpf mit Spezial-Beschichtung gegen Algenbefall gestrichen, die Motoren und die Technik überprüft und so weiter. Zudem hat das Schiff in diesem Jahr einen neuen Kopf bekommen. „Es ist der erste neue Kopf, seit das Schiff gebaut wurde“, sagt Herres. Zusätzlich zu den Arbeitsstunden fördert der Verein den Erhalt des Schiffs auch finanziell. Unterstützung bekommen die Ehrenamtlichen unter anderem mit „Hilfe, Wissen und Erfahrung“ durch Robert Mattern vom Yachthafen in Neumagen-Dhron, seinen Mitarbeitern und von Hans Jüngling, der im Dorf eine Schreinerei betreibt.

Rund 15 Minuten dauert es, bis das Schiff Schritt für Schritt, Millimeter für Millimeter auf einem Anhänger per Traktor aus der Halle gezogen wird, etwas weniger Zeit braucht es, den Kahn in der etwa 50 Meter entfernten Mosel ins Wasser zu lassen. „Richtig gut sieht sie aus dieses Jahr“, sagt Jürgen Nilles, im Förderverein zuständig für die Finanzen.

Bevor die ersten Gäste an Ostern mit der Stella fahren, müssen an diesem Dienstag noch rund fünf Tonnen Steine in den Rumpf geladen werden, um das Schiff stabil auf der Mosel zu halten. „Sie müssen sich vorstellen, wenn 30 Menschen auf der einen Seite einsteigen, kippt das Boot“, sagt Herres. Schon die Römer hätten den Rumpf beladen, um das Schiff zu stabilisieren, sagt er. „Auf der Hinfahrt mit Ladung, auf der Rückfahrt mit Steinen.“

Etwa 250 Fahrten macht die Stella Noviomagi, der Stern von Neumagen, pro Jahr, berichtet Dieter Heinz, Schriftführer des Fördervereins und neben Schiffsführer Albert van der Lende der erste, der in diesem Jahr mit der Stella auf der Mosel fährt.

Im Schnitt werden acht- bis zehntausend Menschen pro Saison damit befördert, sagt er.

Obwohl der Wassergang des Schiffs, das im September 2007 zum ersten Mal über die Mosel fuhr und seit der Saison 2008 offiziell für Gäste zur Verfügung steht, zur Routine gehört, ist Willi Herres erleichtert, als die Stella Noviomagi Wasser unterm Kiel hat und selbstständig losfährt. „Ich bin immer wieder froh, wenn der Kahn im Wasser ist“, sagt er und lacht.

Froh, das sind auch Gisela und Werner Stratmann. „Da hast Du Dir aber ein schönes Highlight für mich ausgesucht“, sagt Werner Stratmann zu seiner Frau, als die Stella Noviomagi sich auf den Weg zu ihrer Anlegestelle am Yachthafen macht, wohin die Stratmanns kurze Zeit später ebenfalls mit ihren Rädern hinfahren und wo die Stella Noviomagi bereits von weiteren Gästen erwartet wird.

Eine Fotostrecke des Wassergangs des Römerweinschiffs Stella Noviomagi finden Sie im Internet unter www.volksfreund.de (Quelle: Trierischer Volksfreund)

 

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